Mammographie

Die Röntgenuntersuchung der Brust ist ebenso wichtig. Hier können auch kleinste Verkalkungen eine Frühform von Brustkrebs erkennen lassen.

Brustkrebs ist eine meist langsam fortschreitende Erkrankung, die häufig erst 10 Jahre nach dem ersten Auftreten von Zellveränderungen (atypische Zellen) diagnostiziert wird. Leider lässt nur eine Minderheit an Frauen regelmäßig die Brust durch ihren Frauenarzt untersuchen. So ist es auch heute noch so, dass in ca. 67% der Fälle die betroffenen Frauen die ersten Symptome selbst zufällig festgestellt haben.

Dazu zählen der tastbare Knoten, die Sekretion der Brustwarze, Entzündungszeichen wie Rötung und Überwärmung und eine orangenschalenartige Brusthaut (Peau d`orange). Auch tastbare Lymphknoten der Achselhöhle können dafür Anzeichen sein. Der Altersdurchschnitt liegt bei ca. 57 Jahren.

Wir wissen, dass ein Knoten eine bestimmte Mindestgröße benötigt, um ertastet werden zu können. Diese liegt bei ca. 1 cm. Bei großen Brüsten ist es jedoch weit schwieriger Knoten dieser Größe zu ertasten. Nach den vorliegenden Kurven über den Wachstumsverlauf von Tumoren der Brust wächst ein solcher ca. 0,5 cm pro Jahr. Tasten können wir ihn demnach erst nach 2 Jahren Wachstum.

Mit den sogenannten "bildgebenden diagnostischen Verfahren" wie z.B. Mammographie und Brustultraschall können Veränderungen bereits wesentlich früher erkannt werden. Die Diagnosestellung erfolgt so durchschnittlich 1 Jahr früher als durch die Tastuntersuchung.

Zusätzlich können sogenannte Marker wie z.B. Kalkformationen Hinweise auf sich abzeichnende Frühstadien bösartiger Veränderungen geben, die niemals tastbar wären. Therapeutisch hat das zur Konsequenz, dass man häufig mit einer weniger einschneidenden Therapie die beginnende Erkrankung bekämpfen kann.

Die Heilungsraten werden so deutlich erhöht! Voraussetzung ist jedoch die regelmäßige Diagnostik durch einen speziell dafür ausgebildeten Frauenarzt. Man empfiehlt die jährliche präventive Ultraschalluntersuchung der Brust ab dem 30. Lebensjahr.

Gegebenenfalls sollte eine Basismammographie durchgeführt werden. Ab dem 40. Lebensjahr wird eine 2-jährige Mammographie empfohlen in Kombination mit dem jährlichen Brustultraschall. Dieses sollte ab dem 50. Lebensjahr jährlich fortgeführt werden.

Frauen, die eine brustkrebsbelastete Familiengeschichte haben, werden schon frühzeitig engmaschig untersucht. Auch Männer können Brustkrebs bekommen. Dies ist jedoch selten. Wir unterziehen uns einer regelmäßigen freiwilligen Selbstkontrolle mit Fortbildungen zur Erbringung einer hohen Qualität - technisch und bei der Bildbeurteilung.

Der 2002 gegründete Qualitätszirkel für komplementäre Brustkrebsfrüherkennung garantiert Ihnen immer den aktuellen Stand der Wissenschaft. Innerhalb dieses Qualitätszirkels ist die sog. Doppelbefundung Ihrer Mammographiebilder durch einen weiteren Arzt gewährleistet.

Die präventive Brustkrebsfrüherkennung ist z.Zt. keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Honorierung erfolgt deshalb nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Unser Praxisteam informiert Sie gern über weitere Einzelheiten.