Schwangerschaft

Themen in diesem Beitrag:

Die Schwangerschaft ist eine aufregende lebensverändernde Zeit. Neben körperlichen Veränderungen wandeln sich auch die äußeren Lebensumstände in noch nicht dagewesenem Ausmaß. Viele Dinge müssen organisiert werden, ein „Nest“ gebaut werden. Die Zweisamkeit wird durch einen neuen Mittelpunkt in Ihrem Leben ergänzt – Ihr Kind! Sie werden sich langsam während der Schwangerschaft neben der stetig steigenden Vorfreude bewusst, dass Sie eine große Verantwortung für ein kleines Wesen übernehmen werden, das ganz auf Ihre Hilfe und Zuneigung angewiesen ist. Sie beginnen schon während der Schwangerschaft durch eine gesunde Lebensweise und Ernährung der Gesundheit Ihres Babys etwas Gutes zu tun und so dem neuen Erdenbürger einen optimalen Start zu ermöglichen.

Die Mutterschaftsvorsorge in Deutschland tut das ihre dazu. Sie sucht in der Welt ihres gleichen. Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen. Hier werden drohende Probleme frühzeitig erkannt und Sie bekommen durch Ihren Arzt und Ihrer Hebamme all die notwendigen Informationen, die Sie für eine ausgeglichene Schwangerschaft und für die Vorbereitung auf eine schöne Geburt brauchen. Die Mutterschaftsvorsorge sieht bis zu 10 Vorsorgeuntersuchungen vor, die anfangs alle 4 Wochen und ab der 30. Schwangerschaftswoche alle 2 Wochen und am Ende jede Woche vorsieht. Dies gilt natürlich nur für die „normale“ Schwangerschaft. Treten Risiken auf, werden Sie noch engmaschiger betreut.

Die Vorsorgeuntersuchungen umfassen eine ganze Reihe an regelmäßigen Tests wie z.B. die Untersuchung des Urins, die Messung des Körpergewichts und des Blutdruckes. Das Blut wird untersucht, um z.B. einen Eisenmangel zu erkennen, um Ihre Blutgruppe zu ermitteln oder um Infektionskrankheiten auszuschließen. Außerdem gehören 3 Ultraschalluntersuchungen dazu, bei denen Ihr Kind sorgfältig untersucht wird.

Zusätzlich zu diesen Untersuchungen gibt es weitere sinnvolle diagnostische Verfahren, die eine größere Sicherheit in der Schwangerschaft erbringen.

Erweiterte Schwangerschafts-Vorsorge

Die gesetzlichen Krankenkassen sehen eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen vor, die wichtig sind. Sie sollten diese Untersuchungen wahrnehmen. Doch eine umfassende, zeitgemäße Vorsorge geht darüber hinaus.
Wir möchten Ihnen eine Vorsorge auf dem neuesten Stand der Technik und Wissenschaft bieten. Unsere Mitarbeiterinnen und wir tun alles, um eine optimale Vorsorge für Sie und Ihr Ungeborenes zu ermöglichen.

Dieses sollte unser gemeinsames Ziel sein: Gesunde Mutter – gesundes Kind

Test auf Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine weit verbreitete Infektionskrankheit, die normalerweise unbemerkt bleibt und symptomfrei verläuft. Bei Schwangeren wird sie jedoch für das Kind gefährlich, weil sie zu Fehlgeburten und Missbildungen führen kann.

Verursacher der Erkrankung ist ein Parasit, der bei Katzen auftritt. Die Ansteckung des Menschen erfolgt über den Verzehr von ungenügend erhitztem oder rohem Fleisch (z. B. Tartar) oder Fisch und eventuell bei Katzenkontakt.

Eine Schwangere mit einer Toxoplasmoseinfektion kann ihr ungeborenes Baby anstecken. Die Folgen: Beim Ungeborenen kann dies zu Schäden an Organen, wie z.B. des Gehirns, Erblindung und Fehlgeburt führen.

Eine Blutentnahme in der Frühschwangerschaft zeigt, ob eine akute Infektion oder ein Schutz vor der Erkrankung vorliegt. Schwangere können diesen Test zur eigenen Sicherheit durchführen lassen, um das Ungeborene keinem unnötigen Risiko auszusetzen.

Mit diesem Bluttest, der chromosomales Material des Feten im Blut der Mutter nachweist, kann ab der Schwangerschaftswoche 11 mit hoher Sicherheit ein Down Syndrom (Trisomie21) ausgeschlossen. Auch die Trisomien 13 und 18 werden  mit hoher Zuverlässigkeit erkannt.Der Test kann keine Information zur Entwicklung des Feten geben. Anders als im Ultraschall werden z.B. Fehlbildungen in den meisten Fällen nicht erkannt. Hierfür bietet das sog. Ersttrimesterscreening (https://gyn-imaltenrathaus.de/services/nackenfalten-messung/) mehr Informationen.

Test auf Cytomegalie (CMV)

Cytomegalie ist die häufigste Infektionskrankheit während der Schwangerschaft. Sie wird häufig durch Kleinkinder auf Erwachsene übertragen. Eine einfache Blutuntersuchung klärt, ob Immunschutz besteht.

Ersttrimesterscreening

Grundlage des Ersttrimesterscreenings (ETS) ist eine umfassende Ultraschalluntersuchung zwischen der Schwangerschaftswoche 12+0 und 13+6. Da wir in unserer Praxis mit modernen Ultraschallgeräten ausgestattet sind, können wir bei guten Untersuchungsbedingungen bereits zu diesem Zeitraum eine umfassende Organdiagnostik durchführen und zahlreiche schwerwiegende Fehlbildungen (z.B. schwerwiegende Skelettfehlbildungen, Kopffehlbildungen oder auch einige Herzfehler) ausschließen. Gleichzeitig sind Details der kindlichen Entwicklung beurteilbar.

Das unterscheidet diese Untersuchung grundlegend von der Aussagekraft des sog. NIPT (Bluttest auf Chromosomenanomalien, v.a. Down Syndrom, z.B. Fetalis Test). Mit diesem reinen Bluttest können Fehlbildungen, die nicht durch die untersuchten Chromosomenanomalien verursacht sind, nicht erkannt werden.

Die Beurteilung der Nackentransparenz („Nackenfalte“) und die Darstellung des kindlichen Nasenbeines, erlaubt es uns außerdem, Risikoschwangerschaften hinsichtlich des Auftretens von Chromosomenstörungen zu erkennen und die weitere Betreuung der Schwangerschaft darauf auszurichten. Die zusätzliche Bestimmung von 2 Blutwerten der Mutter kann das individuelle Risiko für das Vorliegen von Chromosomenstörungen (Trisomie 21, 13 und 18) ermitteln. Insbesondere das Vorliegen eines Down-Syndroms kann so durch das ETS mit etwa 90%iger Sicherheit ausgeschlossen werden.

Das ETS wird meist mit einem Präeklampsiescreening kombiniert.

Bei starken Bauchdecken oder ungünstiger Kindslage können die diagnostischen Möglichkeiten trotz modernster, hoch auflösender Ultraschallgeräte unter Umständen eingeschränkt sein.

Diese medizinisch sinnvolle Vorsorgeuntersuchung wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wir bieten die Untersuchung deshalb als Selbstzahlerleistung an.

NIPT (Nicht invasiver Pränataltest)

Da es sich um einen reinen Bluttest handelt, können wie bei jeder diagnostischen Maßnahme Unklarheiten auftreten:

-Ein auffälliges Ergebnis heißt nicht in 100%, dass tatsächlich eine Chromosomenstörung vorliegt. In einem solchen Fall ist eine weitere Abklärung unbedingt nötig!

-Sehr selten kann auch bei unauffälligen Testergebnissen eine Chromosomenanomalie 21, 13 oder 18 vorliegen.

Der Test kann keine Information zur Entwicklung des Feten geben. Anders als im Ultraschall werden z.B. Fehlbildungen in den meisten Fällen nicht erkannt. Hierfür bietet das sog. Ersttrimesterscreening (https://gyn-imaltenrathaus.de/services/nackenfalten-messung/) mehr Informationen.

Weitere Infos zum NIPT unter: GBA, Versicherteninformation zum NIPT

Präeklampsiescreening

Bei einer Präeklampsie (Gestose/ sog. Schwangerschaftsvergiftung) treten in der zweiten Schwangerschaftshälfte hoher Blutdruck und vermehrte Ausscheidung von Eiweiß über die Nieren auf. Zusätzlich wird der Mutterkuchen schlechter durchblutet, der das ungeborene Kind versorgt. In schweren Fällen kann es zu einer Störung der Leber- oder Nierenfunktion, zu Beeinträchtigungen des blutbildenden Systems (Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten)) und des Nervensystems bis hin zu Krampfanfällen kommen. Beim Kind führt die Präeklampsie häufig zu Wachstumsstörungen im Mutterleib und niedrigem Geburtsgewicht. Es kann nötig sein, die Entbindung frühzeitig einzuleiten, um Gefahren für das Leben von Mutter und Kind abzuwenden.

Das indivuelle Risiko für die Entwicklung einer Präeklampsie der werdenden Mutter kann beim sog. Präeklampsiescreening bestimmt werden. Bei früher Erkennung können medikamentöse Maßnahmen zur Vorbeugung veranlasst werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung besteht zum einen aus einer speziellen Ultraschalluntersuchung (Doppler-Untersuchung der Gebärmutterarterien), kombiniert mit Angaben aus der Vorgeschichte, einer Blutdruckmessung und der Bestimmung eines Eiweißstoffes im Blut der Schwangeren (PAPP-A). Damit können 80-90% der Schwangeren erkannt werden, die eine frühe Präeklampsie entwickeln, sowie ca. 35% der Frauen, die eine späte Präeklampsie entwickeln.
Bei erhöhtem Risiko wird der sofortige Beginn einer ASS-Einnahme in einer Dosis von 150 mg pro Tag empfohlen. Durch die vorbeugende Gabe von ASS können über 50% der Präeklampsie-Fälle, sogar bis zu 90% der schweren Verlaufsformen, vermieden werden.

Das Präeklampsiescreening ist in der Regel Bestandteil des Ersttrimesterscreening (ETS) .

Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen des Babys

Um bei Ihrem Kind Fehlbildungen, Wachstumsverzögerungen oder andere Auffälligkeiten auszuschließen, sind vom Gesetzgeber 3 Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft vorgesehen. Darüber hinaus sind weitere Ultraschalluntersuchungen sinnvoll. Wenn Sie möchten, bieten wir Ihnen diese jederzeit an.

B-Streptokokkentest und Pilzkultur

B-Streptokokken sind Bakterien, die sich bei jedem Menschen auf der Haut und im Darm befinden. Sie können sich auch in der Scheide ansiedeln. Ist das Scheidenmilieu gesund, breiten sie sich in der Regel nicht aus und es entstehen keine Probleme. Bei einer Schwangeren können die Bakterien jedoch zum Risiko für das Baby werden.

Streptokokken und Schwangerschaft: Es gibt verschiedene Streptokokken-Typen. Bei Schwangeren ist der B-Streptokokken-Typ von hoher Bedeutung. verantwortlich ist. Die Bakterien können bei der Geburt das Neugeborene infizieren und eine bedrohliche Erkrankung (Neugeborenensepsis) auslösen, die durch hohes Fieber, Schock, Hirnhautentzündung und Atemnot gekennzeichnet ist.

Eine Untersuchung ab der 35. Schwangerschafts- woche gibt Aufschluss, ob die Mutter Trägerin dieser Bakterien ist. Der Test wird als Abstrich aus der Scheide/dem Gebärmutterhals entnommen. Bei einem Nachweis von Streptokokken kann das Baby durch eine Antibiotikabehandlung bei der Geburt vor einer Infektion geschützt werden.

Zusätzlich empfehlen wir eine Pilzkultur anzulegen. Damit läßt sich sicher eine manchmal unbemerkt ablaufende Pilzinfektion (Candida albicans) in der Scheide entdecken und anschließend behandeln.

Unentdeckte Pilzinfektion der Scheide zum Zeitpunkt der Geburt scheinen verantwortlich zu sein für einen Großteil der Entzündungen im Windelbereich (Windeldermatitis) und im Mund (Stomatitis) des Neugeborenen.

Ohrakupunktur

Akupunktur zur Geburtsvorbereitung.

Das Prinzip der Akupunktur (acus pungere: Nadel stechen) ist, mit einer feinen Nadel in festgelegte Stellen der Haut einzustechen und so eine therapeutische Wirkung zu erzielen.

Die Akupunktur entstammt der „traditionellen chinesischen Medizin“ und ist somit eine sehr alte Heilmethode. Das älteste schriftliche Werk, das zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 2. Jh n. Chr. zusammengestellt wurde, beschreibt bereits die wichtigsten Leitbahnen, verschiedene Nadeln, Stichtechniken und Indikationen bestimmter Akupunkturpunkte.

So sind im Verlauf von Jahrtausenden durch Beobachtung und genauester Beschreibung viele Nadelpunkte herausgefunden worden, deren Stimulation verschiedenste Wirkungen hervorrufen. Diese Punkte liegen auf „gedachten Bahnen“, den sogenannten Meridianen (Leitbahnen), die durch den gesamten Körper ziehen. Nach chinesischer Sichtweise wird hier Lebensenergie transportiert.

In Europa wurde diese Methode im 17. Jh. erstmals bekannt. Dr. Willem Ten Rhyne beschrieb die klinische Wirkung der Nadelstich-Therapie und führte den Begriff „Akupunktur“ aus dem Lateinischen ein. In der „traditionellen chinesischen Medizin“ wird der Mensch in seiner Ganzheit gewürdigt, als Teil eines kosmischen, energetischen Wirkgefüges gesehen und somit Krankheitssymptome bzw. sog. energetische Entgleisungen aus diesem „kosmischen Gefüge“ ganzheitlich behandelt.

Die in westlicher Medizin häufig zu findende Spaltung des Individuums in Psyche und Körper, die Suche nach einem „Befund“, nach „harten Daten“ und nicht das „Befinden“ des Menschen prägt die westliche Medizin, die in der chinesischen Medizin gegenstandslos ist. Die geburtsvorbereitende Akupunktur erfolgt wöchentlich ab der 37. Schwangerschaftswoche unter CTG-Kontrolle des Kindes.

Wirkung der Akupunktur zur Geburtsvorbereitung: Schmerzlinderung während der Geburt Kürzere Entbindungszeit Bei Wehenschwäche kann die Wehentätigkeit angeregt werden Allgemein psychisch entspannende und harmonisierende Wirkung

Homöopathie

Die Homöopathie ist auf den Apotheker und Chemiker Samuel Hahnemann zurückzuführen und ca. 200 Jahre alt. Sie verfolgt das Prinzip, ähnliches mit ähnlichem zu heilen. Dies bedeutet, dass Stoffe, die die Symptomatik einer bestimmten Erkrankung erzeugen, diese in ganz hoher Verdünnung heilen können.

Einzelne Arzneistoffe wirken ausgesprochen deutlich auf bestimmte Personentypen, so dass ein bestimmtes Mittel immer individuell für die jeweilige betroffene Person ausgesucht werden muss. Grundlagen homöopathischer Arzneien sind Pflanzen, teilweise tierische Produkte, Mineralien und Metalle, die nach einem genauen Verfahren verdünnt und in Flüssigkeit oder Zuckerkügelchen (Globuli) als Trägersubstanz gegeben werden. In der frauenärztlichen Praxis gibt es vielfältige homöopathische Einsatzgebiete zur Linderung von Beschwerden.

Nutzen Sie unser Angebot!
Wir möchten, dass Sie Ihre Schwangerschaft unbeschwert und sicher geniessen.

Diese medizinisch sinnvollen Vorsorgeuntersuchungen werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wir bieten die Untersuchung deshalb als Selbstzahlerleistung an. Wir berechnen die Wahlleistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte.

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